Auslandserfolg

Görlitz AG: Erfolg in Ungarn und der Slowakei

Das Softwareunternehmen Görlitz hat an das ungarische Unternehmen Mavir ein System hat zur Gesamtbilanzierung der Energieflüsse im ungarischen Höchstspannungsnetz geliefert. Und auch der größte slowakische Energieerzeuger, Slovenske Elektrarne (SE), hat sich zu einem kompletten Neuaufbau des Energiedatenkommunikationsnetzes mit Görlitz entschieden.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Das ungarische Unternehmen Mavir hat zur Gesamtbilanzierung der Energieflüsse im ungarischen Höchstspannungsnetz die Systemkombination "ENZ2000" und "ENERGY DATA WAREHOUSE" der Görlitz AG beauftragt. In diesen Tagen wurde das seit Sommer 2002 installierte System offiziell in Betrieb genommen.

MAVIR bilanziert damit den Energieaustausch, den die Teilnehmer am Höchstspannungsnetz in Ungarn einspeisen und entnehmen. Hierbei werden etwa 400 Lastgangmessungen am Netz verteilt aufgenommen. Weiterhin senden die regionalen E-Werke Ungarns ihre eigenen Daten täglich in das System. Das EDM-System "ENERGY DATA WAREHOUSE" generiert hieraus dann täglich ein Gesamtbild über die landesweiten Energieflüsse, aufgeteilt nach Kunden, Bilanzkreisen, Netzregionen und sonstigen Einflussgrössen.

Auch der größte slowakische Energieerzeuger, Slovenske Elektrarne (SE), hat sich zu einem kompletten Neuaufbau des Energiedatenkommunikationsnetzes entschieden und sich dabei ebenfalls für die Görlitz AG entschieden. SE betreibt, wie viele Versorgungsunternehmen, ein landesweites und hochverfügbares IT-Netzwerk auf IP-Basis mit entsprechenden Backbones.

Hauptzweck des neuen Systems ist die laufende Sammlung und Aktualisierung der Energie-Einspeise- und Abgabedaten - quasi online- aller angeschlossenen Zähler. Die Ablesung der Zähler erfolgt sofort nach Ablauf jeder Messperiode. Die Daten werden dann sofort zur Zentrale übertragen, was wegen des vollständigen Aufbaus auf IP-Standard vom Zähler bis zur Leitstelle schnell und unkompliziert ist. In der Zentrale werden dann mit voreingestellten Bilanzierungsaufträgen die aktuellen Verbrauchszustände berechnet. Die Berechnungsergebnisse müssen hierbei jeweils vor dem Ende der darauf folgenden Messperiode abgeschlossen sein und den Bedienern vorliegen. Das System ist derzeit mit etwa der Hälfte aller insgesamt geplanten Messtellen aufgeschaltet. Der abschliessende Ausbau aller Zähler im ganzen Landesgebiet von Slowenien wird etwa zur Jahresmitte abgeschlossen sein.