Wachstumsmotor

Gönner: Umweltschutz kurbelt Wirtschaft in BW an

Umweltministerin Tanja Gönner betonte auf einer Veranstaltung des Bundes der Selbstständigen Baden-Württemberg, dass der Umweltschutz als Wirtschaftsfaktor zunehmend an Bedeutung gewinnt. Gerade durch das "Erneuerbares-Wärme-Gesetz" seien weitere Impulse im Land zu erwarten.

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Stuttgart (red) - "Moderne Umwelttechnologien sind ein Motor der heimischen Wirtschaft mit überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen", erklärte Umweltministerin Gönner im Vorfeld der Veranstaltung. Nach einer aktuellen Studie des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts werde der Markt für Umwelttechnologien bis 2030 um jährlich acht Prozent und damit doppelt so schnell wie die Weltwirtschaft wachsen.

Als stark Export orientiertes Land profitiere Baden-Württemberg besonders von der nicht nur im Land, sondern weltweit steigenden Nachfrage nach hochwertigen Umweltgütern, betonte Gönner. "Zahlreiche Unternehmen im Land gehören zu den Marktführern auf den Weltmärkten." Zusätzliche Impulse für die Branche seien über die verstärkten Anstrengungen zum Klimaschutz zu erwarten, so die Ministerin. So solle in Baden-Württemberg bereits ab kommendem Jahr über ein "Erneuerbares-Wärme-Gesetz" bei der Wärmeversorgung in Wohngebäuden die Nutzung erneuerbarer Energien verpflichtend vorgeschrieben werden. "Das wird die Nachfrage nach Umwelttechnologien weiter erhöhen."

Dabei liege es in der Verantwortung der Unternehmen auf die steigende Nachfrage vorausschauend zu reagieren. "Ich hielte es für kurzsichtig, einseitig den Absatz entsprechend zu steigern. Es sollten vielmehr gleichzeitig die sich daraus ergebenden Chancen für technologische Weiterentwicklungen genutzt werden", so Gönner.