Zertifizierung

Gönner übergibt ersten 'European Energy Award' im Land

Umweltministerin Gönner hat den ersten baden-württembergischen European Energy Award an die Stadt Lörrach übergeben. An dem europäischen Zertifizierungssystem können sich Städte und Gemeinden beteiligen, die energieeffiziente Maßnahmen umsetzen und den Einsatz erneuerbarer Energien ausbauen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Lörrach (red) - "Die Stadt Lörrach hat beim kommunalen Klimaschutz Pionierarbeit geleistet", lobte die baden-würrtembergische Umweltministerin. So seien die jährlichen CO2-Emissionen der städtischen Gebäude seit Beginn des Zertifizierungsprozesses im Jahr 2001 um 20 Prozent reduziert worden. Bisher hätten sich mehr als 20 baden-württembergische Kommunen an dem Zertifizierungssystem beteiligt, Lörrach hat nun "als erste Kommune die Voraussetzungen für die Übergabe des European Energy Award erreicht", so die Ministerin.

Der European Energy Award bietet eine Plattform, Informationen und Erfahrungen auszutauschen und voneinander im Wettbewerb um zukunftsweisende Energie- und Klimaschutzkonzepte zu lernen, betonte Tanja Gönner.

Die Potenziale zur Einsparung von Energie in den Städten und Gemeinden seien bei Weitem nicht ausgeschöpft, so die Umweltministerin. Gerade bei älteren kommunalen Liegenschaften "wird noch Energie vergeudet". Dort gebe es rund 30 Prozent Einsparpotential, was landesweit Energiekosten von 100 Millionen Euro jährlich entspreche. Bei dem Zertifizierungsverfahren werden die Bereiche kommunale Liegenschaften, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, Entwicklungsplanung, interne Organisation und Kommunikation einer Bewertung unterzogen.

Baden-Württemberg will den CO2-Ausstoß im Land um jährlich zwei bis vier Millionen Tonnen verringern, "Dabei brauchen wir engagierte Mitstreiter", bekräftigt Gönner, so auch die Städte und Gemeinden. Zur Unterstützung der Kommunen werde das Landesnetzwerk regionaler Energieagenturen weiter ausgebaut. Außerdem fördere das Land mit dem Klimaschutz-Plus-Programm Investitionen von Kommunen, Kirchen und Unternehmen zur Verringerung des Kohlendioxidausstoßes.