Einsparpotenziale nutzen

Gönner: Energieverbrauch drastisch senken

Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) will in dem Bundesland in den kommenden zehn Jahren den Energieverbrauch pro Kopf um 20 Prozent senken. Grund seien veränderte Prognosen zum Klimawandel. Der Temperaturanstieg fällt danach höher aus, als bisher erwartet.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Stuttgart (red) - "Wir müssen uns entschlossen der Herausforderung 'Klimaschutz' stellen und den Ausstoß von Treibhausgasen verringern. Dazu können die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien bei wie auch die Einsparung und die effizientere Nutzung von Energie beitragen", erklärte die Ministerin in Stuttgart anlässlich des Umwelttages "Anforderungen des Klimaschutzes an eine nachhaltige Energiepolitik in Baden-Württemberg". Mehr als 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Umweltverbänden diskutierten hier über Lösungsansätze zur Verbesserung des Klimaschutzes.

Die größten Energieeinsparpotenziale lägen mit durchschnittlich 40 bis 50 Prozent in der energetischen Gebäudesanierung. "Hier setzen die Förderprogramme von Bund und Land an", so Gönner. Wirtschaft und Industrie seien außerdem gefordert, noch stärker vorhandene Energieeffizienzreserven auszuschöpfen und weniger Energie verbrauchende Produkte zu entwickeln. So sei die Automobilindustrie in der Verantwortung, Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, die weniger Treibstoff verbrauchen und damit auch weniger Kohlendioxid ausstoßen, so Gönner. "Die Autoindustrie muss ihren Selbstverpflichtungen nachkommen und den Flottenverbrauch deutlich auf 5,8 Liter Benzin bzw. 5,1 Liter Diesel pro 100 Kilometer senken." Beim Ausbau der erneuerbaren Energien strebe man in der Stromerzeugung bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent an, so Gönner. Derzeit würden 8,5 Prozent des Stroms aus regenerativen Energiequellen gewonnen.

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