Landkreis Sigmaringen

Gönner: 100.000 Euro für neue Energieagentur

Umweltministerin Tanja Gönner hat letzte Woche nach einem Gespräch mit Landrat Dirk Gaerte grünes Licht für einen Zuschuss zur Gründung einer Energieagentur im Landkreis Sigmaringen gegeben. "Das Vorhaben findet meine volle Unterstützung", betonte die baden-würrtembergische Ministerin.

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Stuttgart (red) - In regionalen Energieagenturen könnten die Kompetenzen in Fragen der Energieeinsparung, der Verbesserung der Energieeffizienz wie auch der Nutzung erneuerbarer Energien gebündelt und so Anlauf- und Informationszentren geschaffen werden. Das Land wolle dafür insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung stellen.

Die offizielle Gründung der Energieagentur solle noch im Oktober dieses Jahres erfolgen. "Der Rückenwind der Umweltministerin stärkt uns auf dem Weg, den Klimaschutz im Landkreis voranzubringen", erklärt Landrat Gaerte. Außerdem sei es gelungen neben den Städten und Gemeinden im Landkreis auch die zwei Sparkassen für ein Engagement zu gewinnen.

Weitere Anstrengungen zur Verminderung der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen müssten auf allen Ebenen vorangetrieben werden, "wir brauchen das Engagement in den Städten und Gemeinden", so Gönner. Über eine regionale Energieagentur könne ein kommunales Energiemanagement aufgebaut werden. Von einer kompetenten und unabhängigen Energieberatung würden Umwelt, Bürger und die regionale Wirtschaft profitierten, zeigte sich die Ministerin überzeugt.

Landesweit werde es mit Sigmaringen künftig 13 regionale Energieagenturen geben. "Das Netz wird zusehends dichter", so Gönner. Über die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) in Karlsruhe erfolge der regelmäßige Erfahrungsaustausch. Die KEA setze außerdem das Förderprogramm Klimaschutz-Plus um. Insgesamt stünden daraus in diesem Jahr für Energiesparmaßnahmen und erneuerbare Energien in öffentlichen Gebäuden und Betrieben rund zwölf Millionen Euro zur Verfügung. "Das Potenzial der drei großen 'E': Energie sparen, Energieeffizienz steigern und erneuerbare Energien ausbauen ist gerade bei älteren Gebäuden enorm groß", erklärte die Ministerin und eine gute Beratung sei dabei entscheidend. So seien bei der Modernisierung älterer Gebäude wirtschaftliche Einsparungen in der Größenordnung von rund 50 Prozent möglich.