Strom-News
EU-RichtlinieAb dem 1. September werden in der EU 100-Watt-Glühbirnen aus den Läden verschwinden. Wegen ihres hohen Energieverluste sollen Glühlampen stufenweise vom Markt verschwinden. Die alten Lampen wandeln nur 5 Prozent des Stroms in Licht um - der Rest verpufft ungenutzt.
Berlin (ddp/red) - Eine entsprechende EU-Richtlinie sieht vor, dass zunächst matte Glühlampen und solche mit einer Leistung über 75 Watt nicht mehr erlaubt sind. Bis September 2010 sollen Standardglühlampen mit mehr als 60 Watt aus den Regalen verbannt werden, bis September 2011 solche mit mehr als 40 Watt. Ab 1. September 2012 sollen schließlich keine Glühlampen mit mehr als 10 Watt erhältlich sein.
(Foto / Abb.: Falko Matte / Fotolia.com)
Während bei herkömmlichen Glühbirnen der größte Teil der Energie als Wärmeenergie verloren geht, werden bei Energiesparlampen 80 Prozent weniger Strom verbraucht, bei Halogenlampen sind es 30 Prozent weniger. Ab dem Jahr 2016 sind zudem Halogenlampen verboten, die keine Mindesteffizienz erfüllen.
Da viele Verbraucher allerdings Vorbehalte gegen Energiesparlampen haben, etwa wegen des Preises oder der Art des Lichts, kam es in den vergangenen Wochen vielerorts zu Hamsterkäufen bei Glühlampen.
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Verbraucher werden beim Kauf von Energiesparlampen einer Untersuchung zufolge schlecht beraten. Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bei Testkäufen herausfand, sind die Verkäufer selbst nur unzureichend informeirt und können oft mit den Angaben auf der Packung von Energiesparlampen nichts anfangen.
Hamsterkäufe von Glühbirnen vor dem Verkaufsverbot ab September sind nach Einschätzung des Umweltbundesamtes "unsinnig". Energiesparleuchten brächten zahlreiche Vorteile. Dass diese nur kaltes Licht lieferten, schnell kaputt gingen und lange bräuchten, bis sie hell würden, seien Vorurteile, die längst überholt seien.
Eine Studie ergab, dass die Deutschen im internationalen Vergleich weniger Umweltbewusstsein aufgebaut haben. Dem Klimawandel sehen die Deutschen recht gelassen entgegen. Außerdem fühlen sich nur wenige der Befragten für die ökologischen Probleme verantwortlich.
Der Zoll soll nach einem Verkaufsverbot für Glühlampen die Einfuhr der stromfressenden Lichtquellen verhindern. Verhindert werden soll vor allem der Versand durch außerhalb der EU ansässige Onlineshops, wie ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums der "Wirtschaftswoche" sagte.
Glühbirnen werden bald schrittweise vom Markt verschwinden. Jedoch kaufen derzeit einige Verbraucher die alten Leuchten auf Vorrat. Das Umweltbundesamt rät jedoch, nicht zu den alten, stromfressenden Glühbirnen zu greifen und gibt Tipps zum Einkauf von Energiesparlampen. Strompreise vergleichen
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