Satire

Glühbirnen-Heizbälle: Import wohl problematisch

Ein satirisch gemeinter Vorstoß eines Unternehmers aus Niederzier gegen die EU-Glühbirnen-Verordnung hat kaum noch Aussichten auf Erfolg. Der Unternehmer hatte im November 40.000 sogenannte Heatballs aus China importiert, die auffallend konventionellen 75- und 100-Watt-Glühbirnen ähneln. Und genau das monierte jetzt ein Gutachten.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (dapd/red) - Da diese Leuchtkörper aber in der EU nicht mehr verkauft werden dürfen - Stichwort Glühbirnenverbot -, wurden die Waren nicht als Lichtgeber, sondern als "Heatballs", also Kleinstheizungen deklariert. Dabei verwies der Importeur darauf, dass klassische Glühbirnen nur fünf Prozent Lichtausbeute erzielten, mit ihrer Energie aber zu 95 Prozent Wärme produzieren.

Dieser Einschätzung schloss sich die zuständige Kölner Bezirksregierung nicht an. Wie ein Behördensprecher am Freitag mitteilte, ergab ein Gutachten des Verbandes Deutscher Elektroingenieure, dass die "Heatballs" sehr wohl von der EU-Glühbirnen-Verordnung erfasst werden und nicht eingeführt werden dürfen.

Die Lieferung wird am Zoll des Köln-Bonner Flughafens festgehalten. Sollte der Importeur an seiner Verkaufsabsicht weiter festhalten und keine neuen Argumente vorbringen, werde die Ware nicht zur Einfuhr freigegeben, hieß es weiter. Mit der Aktion wollte der Unternehmer nach eigenen Angaben gegen Bürokratismus und die Entmündigung der Bürger protestieren.