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Glühbirne Ade - Komplettverbot bis 2012

Mit dem ersten September wird nun auch ein Verbot der 60-Watt-Birnen gültig und bis 2012 soll sich die Glühbirne gänzlich verabschiedet haben. Welche Alternativen es gibt, wie teuer diese sind und was genau damit eingespart werden kann, sind Fragen, die nun besonders interessant werden.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) – Nachdem matte Glühbirnen und Lampen mit 100 Watt schon vor einem Jahr aus dem Handel genommen wurden, geht es nun auch den 60-Watt-Glübirnen an den Kragen: Ab dem ersten September dürfen diese nicht mehr verkauft werden. Nach dem Verkauf der Restbestände sollen die 60-Watt Modelle bis 2011, 25- und 40-Watt-Birnen bis 2012 komplett ausrangiert werden. Hersteller sind nun verpflichtet genauere Angaben zu Alternativen aufzuzeigen. Lichtfarbe, Lichtstärke oder Lebensdauer sind Kriterien, die dem Verbraucher die Wahl zu einem der neuen Modelle erleichtern können.

Alternativen zur Glühbirne

Sehr bekannt sind mittlerweile die sogenannten Energiesparlampen, die 25 Prozent des Stroms in Licht umwandeln können. Glühlampen schafften dies zu rund fünf Prozent und haben vergleichsweise nur ein Zehntel der Lebensdauer einer Energiesparlampe. Neben diesen kann man sich auch für Halogenlampen oder Lichtdioden entscheiden. Obwohl alle drei Modelle teurer sind als die herkömmliche Glühbirne, spart man bei Verwendung von Halogenlampen bis zu 50 Prozent, mit den Dioden rund 80 Prozent ein. Insgesamt können beim Lampenkauf und Strom 75 Prozent Kosten eingespart werden. Bei den Energiesparlampen sollte man laut Stiftung Warentest auf teurere Modelle zurückgreifen, diese hielten länger, sollen besseres Licht spenden und schneller hell werden. Die Preisspanne ist generell recht groß, Glühbirnen ähnliche und solche, die auch eine Dimm-Funktion haben, sind sogar rund 30 Euro teurer.

Lumen und Kelvin

Die Halogenlampe soll der Glühbirne recht ähnlich sein. Die in Lumen (lm) gemessene Lichtfarbe ist heller mit steigendem Lumenwert. Bei der Lichtfarbe, die in Kevin (K) gemessen wird, sei ein niedriger Wert Ausdruck eines wärmeren Lichts. So sei es empfehlenswert für Büro oder Küche beispielsweise "tageslichtweiß", für das Schlafzimmer einen wärmeren Ton, "warmweiß" zu wählen. Dies entspreche etwa 2700 Kelvin. Gewöhnliche Glühlampen liegen zwischen einem Wert von 2600 und 3000 K. Übrigens können Halogenglühlampen und Leuchtdioden mit dem Hausmüll entsorgt werden, während Energiesparlampen aufgrund ihres Quecksilbergehalts mit dem Sondermüll entsorgt werden müssen. Bei Zerbrechen sollte das betreffende Zimmer gut gelüftet und die Lampe luftdicht verschlossen entsorgt werden.