Hochspannungsleitungen

Glos will offenbar Ausbau des deutschen Stromnetzes beschleunigen

Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) will einem Zeitungsbericht zufolge den Ausbau des deutschen Stromnetzes beschleunigen. Der Bau wichtiger Hochspannungsleitungen soll künftig vom Parlament beschlossen, das Planungsrecht vereinfacht und vereinheitlicht, der Rechtsweg verkürzt werden.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (ddp/sm) - Das geht aus einer Ministervorlage des Wirtschaftsministeriums hervor, die der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vorliegt. Die Umsetzung läge weitgehend in Händen der Bundesnetzagentur, die dafür mehr Personal bekäme.

Das Stromnetz müsse zügig erweitert werden, um den Windstrom, der künftig in noch größerem Umfang in Norddeutschland und vor der Küste erzeugt werden soll, in die süddeutschen Verbrauchszentren zu transportieren, zitiert die Zeitung aus der Ministervorlage. Auch würden weitere sogenannte Stromautobahnen benötigt, um neue Kraftwerke anzuschließen und den wachsenden grenzüberschreitenden Stromhandel abwickeln zu können.

Die Bundesregierung hatte schon in der Vergangenheit Initiativen für einen beschleunigten Leitungsbau ergriffen. So war den Angaben zufolge Ende vergangenen Jahres ein Gesetz in Kraft getreten, das Planungen vereinfachen sollte. Unter anderem sei darin festgelegt worden, dass die auf rund 1,3 Milliarden Euro geschätzten Kosten für den Netzanschluss der geplanten großen Windparks in der Deutschen Bucht von den Stromverbrauchern zu zahlen sind.