Auf Stromimporte angewiesen?

Glos sieht Gefahr von Engpässen in der Stromversorgung

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sieht die Gefahr von Engpässen in der deutschen Stromversorgung. Warnungen vor einem "Blackout" nehme er "sehr ernst", sagte Glos dem "Handelsblatt". Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit seien Investitionen in Kraftwerke unerlässlich.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf/Berlin (ddp/sm) - Wie die Zeitung unter Berufung auf eine Studie des Marktforschungsunternehmens Trendresearch schreibt, könnte Deutschland bereits ab 2015 dauerhaft auf Stromimporte angewiesen sein, weil der Neubau von Kraftwerken nicht mit der Nachfrage Schritt halte. Als Gründe dafür würden sowohl der beschlossene Atomausstieg als auch Risiken durch Klimaschutzauflagen und Widerstände in der Bevölkerung gegen den Neubau von Kraftwerken genannt.

Glos bezeichnete es als "Problem", "dass der jetzige Koalitionspartner sich einer Verlängerung der Laufzeit der deutschen Kernkraftwerke strikt verweigert". Eine Verlängerung der Laufzeit würde nicht nur die Versorgungssicherheit der Stromversorgung in Deutschland erhöhen, "wir könnten uns davon nach vorliegenden Studien mittelfristig im Vergleich zu einem Ausstiegsszenario auch eine Entlastung bei den Strompreisen versprechen", sagte Glos.