Signale

Glos sieht Anzeichen für sinkende Strompreise

Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sieht Anzeichen für sinkende Strompreise. "Die Signale stehen auf Preissenkungen", sagte er dem "Focus". Die Bundesnetzagentur prüfe zur Zeit die Entgelte für Netzdurchleitung. Zudem seien die Notierungen an der Strombörse in den letzen Wochen gefallen.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

München (ddp.djn/sm) - "Ob und in welcher Höhe dies bei den Verbrauchern auch ankommt, kann niemand vorhersagen", sagte Glos. Er forderte die Verbraucher auf, den Wettbewerb zu nutzen und zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Aus Glos' Sicht funktioniert der Wettbewerb im Strommarkt nicht ausreichend. "Die einstigen Monopolstrukturen wirken heute noch fort", sagte er. Echten Wettbewerb gebe es deshalb "nur in Maßen".

Gleichzeitig warnte Glos vor steigenden Strompreisen durch den Atomausstieg. Auf die Frage, ob der Strompreis langfristig sinke, sagte er: "Wenn wir uns in der Stromproduktion immer stärker von ausländischem Erdgas abhängig machen, indem wir die deutschen Kernkraftwerke abschalten, führt das eher zum Gegenteil."