Intransparent

Glos kritisiert Brüssel wegen Netzverkauf-Deals

Von Mauscheleien und juristischen Grauzonen sprach der Wirtschaftsminister angesichts der Brüsseler Absprachen mit E.ON und RWE. Die Unternehmen wollen nach eigenen Angaben hohen Strafen entgehen, die Brüssel wegen möglichen Missbrauchs von Marktmacht angedroht hatte.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Wirtschaftsminister Michael Glos ist Medienberichten zufolge wenig angetan von den jüngsten Vorstößen aus Brüssel. Der Minister kritisierte die EU-Kommission für ihre Absprachen mit den Energiekonzernen E.ON und RWE hinsichtlich des Teilverkaufs ihrer Netze. Glos befürchtet, dass durch derartige Absprachen Verstöße gegen Kartellgesetze unter den Tisch gekehrt werden könnten.

Es sei wesentlich für eine Behörde, dass diese transparent arbeite, so Glos, der Mauscheleien witterte. Die Verbraucher hätten ein Recht darauf zu erfahren, was vor sich gegangen ist. In Deutschland haben Verbraucher ein Klagerecht, wenn ein Unternehmen gegen Kartellgesetze verstoßen hat. Der Hintergrund: Die Brüsseler Wettbewerbshüter wollen die großen Energiekonzerne von ihren Netzen trennen - wenn nicht anders möglich, auch zwangsweise.