Statement

Glos fordert besseren Zugang zu den Stromnetzen

Die wachsende öffentliche Kritik an der Preisgestaltung der Stromkonzerne findet erneut Niederschlag in der Politik. Einem Pressebericht zufolge hat Wirtschaftsminister Glos den Energiekonzernen mit einer weitergehenden Trennung von Unternehmen und Netzen gedroht.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) droht den Energiekonzernen mit stärkerer Trennung von Kraftwerken und Stromnetzen, falls sie nicht zu einer transparenteren Preisgestaltung bereit sind. Sollte es Anhaltspunkte für die Diskriminierung und Behinderung im Wettbewerb geben, "dann müssen wir über mehr personelle Unabhängigkeit der Netzoperatoren von den Versorgungsunternehmen diskutieren", zitiert die "Welt am Sonntag" aus einem Redemanuskript des Ministers für seinen Auftritt am Montag in Brüssel.

Damit reagiere der Minister auf die wachsende öffentliche Kritik an der Preisgestaltung der Stromkonzerne, schreibt das Blatt. Durch einen leichteren Zugang zu den Stromnetzen erhoffe sich der CSU-Politiker wachsenden Wettbewerb auf dem Strommarkt durch neue Anbieter, die in den Bau eigener Kraftwerke investieren. "Wenn ein funktionsfähiger europäischer Binnenmarkt in naher Zukunft Realität werden soll, benötigen wir Investitionen in die Erhaltung und den Ausbau der Netze", so Glos in der Rede.