Atomausstieg

Glos: Clement versucht Fehler zu korrigieren

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat seinen Amtsvorgänger Wolfgang Clement (SPD) gegen die Kritik aus der SPD verteidigt. Der SPD-Politiker versuche nur, einen Fehler zu korrigieren, nämlich den von der rot-grünen Bundesregierung beschlossenen Atomausstieg.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - In Anspielung auf die unter der rot-grünen Bundesregierung verabschiedeten Schließungen von Kernkraftwerken sagte Glos am Montagabend in der N24-Sendung "Was erlauben Strunz": "Ich finde, es ehrt ihn, wenn er heute sagt, das eine war ein Fehler, würde ich heute nicht mehr machen."

Clement versuche, diesen Fehler zu korrigieren, indem "er ganz klar sagt, was Sache ist". Und dazu gehöre auch, dass "wir Strom in Deutschland großtechnisch herstellen müssen, wenn wir keine Lücke haben wollen".

Clement hatte am Wochenende die Energiepolitik der hessischen SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti kritisiert und indirekt von deren Wahl in Hessen abgeraten. Das löste eine Welle der Empörung in der SPD bis hin zu Forderungen nach einem Parteiausschlussverfahren aus.