Bekräftigt

Glos besteht auf Mitspracherecht bei Laufzeit von Atomkraftwerken

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) besteht auf einem Mitspracherecht bei der Entscheidung über eine mögliche Verlängerung von Laufzeiten älterer Atomkraftwerke. Die Entscheidung sei von grundsätzlicher Bedeutung, weil sie die Energieversorgung der Länder berühre, sagte Glos am Wochenende.

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Hamburg (ddp/sm) - "Für mich ist es selbstverständlich, dass das Umweltministerium gemeinsam mit dem Kanzleramt und meinem Haus zu einer Entscheidung kommt", so der CSU-Politiker in der Zeitung "Bild am Sonntag".

Der Energiekonzern RWE hatte Ende September beantragt, die Laufzeit des Kernkraftwerkes Biblis A zu verlängern. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärte daraufhin, sein Haus werde den Antrag prüfen. Die Entscheidung werde er Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mitteilen. Eine Zustimmung der Regierungschefin zu seinem Entschluss sei aber nur nötig, wenn die Laufzeit verlängert werde solle.

Im Gegensatz zu Gabriel setzt sich Glos für eine längere Laufzeit älterer Atomkraftwerke ein. "Auch in dieser Frage geht es mir um günstige Strompreise", sagte er. Die Schließung sicherer und wirtschaftlicher Kernkraftwerken werde zu höheren Strompreisen führen.