Diskussionsgrundlage

Glos begrüßt EU-Papier zu Energieaußenbeziehungen

Gestern wurde von der EU-Kommission ein Strategiepapier zu den Energieaußenbeziehungen der Europäischen Union vorgelegt. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CDU) sieht darin eine wichtige Diskussionsgrundlage für das Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs im Juni.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - In ihrem Strategiepapier schlägt die Kommission neben einem Frühwarnsystem für Energiekrisen im Rahmen eines Netzwerkes von Energiesicherheits-Korrespondenten den Ausbau der Energiezusammenarbeit mit Russland, Norwegen, Algerien, der Türkei und der Ukraine vor. Darüber hinaus wird eine Intensivierung der bilateralen Kontakte mit anderen Produzentenländern sowie den Transit- und Verbraucherländern vorgeschlagen. Hierzu gehören Länder in Nordafrika, im Kaukasus, im Kaspischen Raum und im Mittleren Osten sowie die Verbraucherländer USA, Japan, China und Indien.

Regionale Einrichtungen wie die Energiegemeinschaft Südosteuropa und die Europäische Nachbarschaftspolitik möchte die EU-Kommission stärken und ausbauen. Auch ein internationales Abkommen für Energieeffizienz wurde angeregt.

Für Bundeswirtschaftsminister Glos werden die Energieaußenbeziehungen ein wichtiges Thema der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 sein. In einer Pressemitteilung weist er darauf hin, dass der Ausbau der EU-Beziehungen zu wichtigen Energiepartnern auch für die Sicherung der deutschen Energieversorgung sei. "Wir brauchen nun eine klare Linie, wie und in welchem Rahmen die Dialoge zukünftig ausgestaltet werden sollen", so Glos.

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