Vorbereitung auf UN-Klimakonferenz

Gleneagles-Dialog: Grundlage für erfolgreiche Verhandlungen auf Bali

Mit dem Gleneagles-Dialog wurde der Endspurt für die UN-Klimakonferenz auf Bali eingeläutet. Umweltminister Gabriel erklärt, dass für ein neues Klimaabkommen ein klarer Kurs notwendig sei. Staatssekretärin Wöhrl betont, dass zudem Investitionssicherheit für Unternehmen geschaffen werden müsse.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Energie- und Umweltminister aus den 20 Ländern haben in Berlin über den klimafreundlichen Umbau der Energiesysteme beraten. Dieser dritte "Gleneagles-Dialog" war der Auftakt einer Reihe von Vorbereitungstreffen für die UN-Klimakonferenz auf Bali, informieren das Bundesumwelt- und das Bundeswirtschaftsministerium.

"Wir müssen auf Bali mit umfassenden Verhandlungen zum Schutz des globalen Klimas beginnen", betont Umweltminister Gabriel. Zu dem nötigen "klaren Kurs" gehören "ein gemeinsames langfristiges Ziel, anspruchsvolle Reduktionsverpflichtungen für alle Industrieländer und angemessene Beiträge insbesondere der Schwellenländer". Eine entscheidende Rolle werde auch die Ausweitung des internationalen CO2-Handels spielen, nötig seien zudem "verlässliche Rahmenbedingungen". Mit der Berliner Konferenz sei ein "wichtiger Beitrag" geleistet worden, "damit die Verhandlungen auf Bali erfolgreich verlaufen", so der Minister.

Im Zentrum der Konferenz standen Strategien für eine verbesserte Technologiekooperation zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Zur Reduzierung der weltweiten Co2-Emissionen müsse künftig das Wirtschaftswachstum und der Ausstoß von Treibhausgasen entkoppelt werden. "Saubere Energietechnologien spielen eine zentrale Rolle, um Klimaschutz mit Wachstum und wirtschaftlicher Entwicklung zu vereinbaren", erläutert Dagmar Wöhrl, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium. Als nächstes müssten nun international die Rahmenbedingungen für Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und CCS-Technologien geschaffen werden. Neben einem Kyoto-Nachfolgeabkommen gehören dazu auch "offene Energiemärkte und internationale Technologiekooperation", so Wöhrl.