Gewinneinbußen der Viag durch Bayernwerk?

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
Das Bayernwerk habe im laufenden Jahr einen Gewinneinbruch in Höhe von 750 Millionen Mark im Energiesektor des Mutterkonzerns Viag verursacht. Schuld an diesem Ergebnis sei die unzureichende Vorbereitung des Bayernwerks auf den liberalisierten Strommarkt in Deutschland, berichtete die "Welt" in ihrer heutigen Ausgabe. Der Artikel wurde in der Rubrik "Das jüngste Gerücht" veröffentlicht. Die dort erscheinenden Berichte berufen sich auf Angaben anonymer Insider.


Die Viag berichtet als Reaktion auf den Artikel, das Unternehmen rechne mit einem Ergebnisrückgang. Dies gehe schon aus ihrem vergangenen Halbjahresbericht hervor. Die von der "Welt" angegebenen Beträge seien allerdings zu hoch gegriffen. Genaue Zahlen würden von der Viag am 9. Dezember 1999 bekannt gegeben.


Das Bayernwerk habe außerdem seit 1996 umfangreiche Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet. Die Viag-Tochter sei deshalb gut auf den Stromwettbewerb vorbereitet.


In einem Gespräch mit dem strom magazin führte die Pressesprecherin des Bayernwerks, Frau Dr. Charles De Beaulieu, diese Umstrukturierung des Unternehmens weiter aus. Beispielsweise seien die Kraftwerksgesellschaften über eine Holding ausgelagert worden und es wären eigene Netzbetreibergesellschaften gegründet worden. Diese Maßnahmen hätten dem Bayernwerk die nötige Beweglichkeit für den freien Strommarkt gegeben.


Wie viele neue Kunden das Bayernwerk bisher gewonnen hat, konnte Frau Dr. Beaulieu dem strom magazin jedoch nicht sagen.


Markus Götz