Forderung

Gewerkschaft: Deutschland braucht langfristig den Bergbau

Deutschland braucht nach Überzeugung der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IGBCE) auch über das Jahr 2012 hinaus den heimischen Bergbau. Der Sockelbergbau von 16 Millionen Tonnen jährlich müsse auch danach weiter fortgeführt werden, forderte IGBCE-Chef Hubertus Schmoldt in Saarbrücken.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (ddp/sm) - "Es gibt keinen Grund, davon auch nur einen Millimeter abzuweichen", betonte Schmoldt. Ziel der Gewerkschaft für den Energiegipfel Anfang April sei es, dass die Kohle auch längerfristig zehn Prozent zum Energiemix in Deutschland beitrage. Eine zukunftssichere Energie sei ohne die Kohle nicht denkbar. Die Gewerkschaft habe nichts gegen regenerative Energien und nichts gegen Atomkraft. "Wir werben für einen Energiemix", unterstrich Schmoldt. Allerdings äußerte er wenig Verständnis über die Diskussion um eine mögliche Verlängerung von Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke. Dies sei politisch nicht durchsetzbar und nicht notwendig.

Ebenso wies Schmoldt Überlegungen der saarländischen Landesregierung zu einem Auslaufbergbau zurück. Im Saarland seien 14000 Arbeitsplätze direkt oder mittelbar vom Bergbau abhängig. Es sei "nicht ehrlich und nicht verantwortungsbewusst gegenüber den Menschen", wenn Ministerpräsident Peter Müller (CDU) nicht sage, wo bei einem Auslaufen des Bergbaus Arbeitsplätze herkommen sollten.