Anstieg

Gewalt in Nahost treibt Ölpreis auf neue Höchststände

Die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten treibt den Ölpreis auf neue Höchststände. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI wurde am Freitagmorgen im elektronischen Nymex-Handel in New York zu 78,13 Dollar und damit 2,1 Prozent mehr als am Vorabend gehandelt. Ein Sinken ist derzeit nicht in Sicht.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

New York/London (ddp/sm) - In der Spitze war der Rohölpreis in Ostasien in der Nacht sogar auf 78,40 Dollar gestiegen. In London kostete ein Barrel der Sorte Brent Crude Oil am Freitagvormittag 77,76 Dollar.

Angesichts der Angriffe Israels auf den Libanon mehrten sich Sorgen, der Iran, der hinter der aus dem Libanon gegen Israel agierenden Hisbollah steht, könnte in den Konflikt hineingezogen werden, erklärten Marktteilnehmer. Der Iran habe bereits vor einer Ausweitung der Angriffe Israels auf Syrien gewarnt, die als Aggression gegen die gesamte islamische Welt verstanden würden. Damit drohe die Gefahr, dass der Ölexporteur Iran seine Exporte in den Westen stoppe, so Marktbeobachter. Analysten halten in diesem Umfeld einen Anstieg des Ölpreises auf 80 Dollar pro Barrel kurzfristig für möglich.