Effizienzsteigerung

Gesunkenes Jahresergebnis: MVV blickt nach vorn

Nach dem letzten Geschäftsjahr, das hauptsächlich aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen mit einem Jahresfehlbetrag nach Fremdanteilen von 44 Millionen Euro abgeschlossen wurde, will der Mannheimer Energieversorger MVV Energie AG seinen Blick nach vorn richten.

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Mannheim (red) - Auf der Bilanz-Pressekonferenz zum zurückliegenden Geschäftsjahr 2003/04 bekräftigte der Vorsitzende des Vorstands, Dr. Rudolf Schulten, heute in Frankfurt, denn auch gleich die im Dezember veröffentlichte Prognose für das laufende Jahr: "Trotz des bisher milden Winters werden wir unseren Jahresumsatz auf rund zwei Milliarden Euro und das operative Ergebnis auf 150 Millionen Euro steigern." Im Vorjahr hatte der Umsatz 1,65 Milliarden Euro und das um die einmaligen Sondereffekte bereinigte EBIT 97 Millionen Euro betragen.

Laut Schulten sei für das Unternehmen damit nun auch aus finanzieller Hinsicht die Umsetzung der strategischen Neuausrichtung, insbesondere durch die Fokussierung des Beteiligungsportfolios auf das Kerngeschäft, sowie der Neuorganisation des Konzerns abgeschlossen. "Nun geht es um die Steigerung unserer Ertragskraft." Schulten kündigte hierfür ein Effizienzsteigerungsprogramm an, mit dem unter dem Namen "Fokus" die Kosten insbesondere in den Verwaltungs- und Servicebereichen des Konzerns gesenkt werden sollen.

Gleichzeitig kündigte Schulten den Ausbau des Stadtwerke-Netzwerkes an: "Wir wollen sowohl unser Stadtwerke-Netzwerk weiter ausbauen, sobald sich die Gelegenheit dazu bietet, als auch die Marktchancen in unseren Wachstumsbereichen Energiedienstleistungen und Umwelt nutzen." Dazu bräuchte das Unternehmen Geld und will deshalb bei der Hauptversammlung am 4. März 2005 beantragen, ein genehmigtes Kapital von etwa 30 Prozent des Grundkapitals zu schaffen. Damit soll Fexibilität für verschiedene Handlungsalternativen geschaffen werden.

Derzeit gehören zum Stadtwerke-Netzwerk der MVV Energie die Energieversorgung Offenbach, die Stadtwerke Solingen, Ingolstadt und Buchen, Köthen Energie sowie seit letztem Mai auch die Stadtwerke Kiel. International ist der Mannheimer Energiekonzern vor allem in der Fernwärme in den neuen EU-Mitgliedstaaten Polen und Tschechien mit eigenen Beteiligungen engagiert.