Erwartungen

Gestiegene Strompreise treiben E.ON-Ergebnisplus

E.ON hat im ersten Halbjahr nach Einschätzung von Analysten weiter von steigenden Strompreisen profitiert und den Halbjahresgewinn sowohl operativ als auch nach Steuern deutlich gesteigert. Den Zwischenbericht will E.ON heute Abend nach Börsenschluss in New York (22.00 Uhr MESZ) bekanntgeben.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - Zudem dürfte der DAX-Konzern von deutlichen Verbesserungen auf dem britischen Markt profitiert haben, die die Ergebnisbelastungen aus der deutschen Netzregulierung mehr als ausgeglichen haben sollten, so die Analystenschätzungen.

Im Schnitt erwarten die elf von der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires befragten Analysten beim Düsseldorfer DAX-Konzern ein bereinigtes Halbjahres-Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 5,46 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr hatte E.ON noch ein Ebit von 4,84 Milliarden Euro ausgewiesen - allerdings nach den Rechnungslegungsorschriften US-GAAP. Nach dem Wechsel der Rechnungslegung auf IFRS zu Jahresbeginn dient diese Zahl nur noch bedingt zum Vergleich.

Während der Umsatz in den ersten sechs Monaten den Prognosen zufolge nur leicht von 36,92 Milliarden auf 37,55 Milliarden Euro gestiegen ist, kletterte der Konzernüberschuss offenbar deutlicher. Die von Dow Jones befragten Analysten rechnen im Schnitt mit insgesamt 4,38 Milliarden Euro - nach im vergangenen Jahr nach US-GAAP veröffentlichten 2,85 Milliarden Euro.

Das um Sondereffekte bereinigte Nettoergebnis dürfte allerdings deutlich mehr als eine Milliarde Euro niedriger liegen. Bereits im ersten Quartal hatte E.ON allein aus der Veräußerung von Wertpapieren einen Buchgewinn von 885 Millionen Euro erzielt. Im zweiten Quartal erzielte der Konzern weitere Buchgewinne in dreistelliger Millionen-Euro-Höhe aus dem Verkauf der österreichischen Telekommunikationsbeteiligung ONE.