Keine Einigung

Gespräch über vorzeitigen Wechsel an RWE-Spitze gescheitert

RWE-Vorstandschef Harry Roels und der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Fischer haben sich bei einem Vier-Augen-Gespräch am Montag nicht auf ein vorzeitiges Ausscheiden von Roels einigen können. Somit ist es unwahrscheinlich, dass Nachfolger Großmann schon im November an die RWE-Spitze tritt.

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Hamburg/Essen (ddp-nrw/sm) - Bei dem Treffen sollten Fischer und Roels unter anderem die finanziellen Modalitäten eines raschen Abgangs des Niederländers festzurren, wie die in Hamburg erscheinende "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe) berichtet.

Die Entscheidung über den Zeitplan für den Führungswechsel wird dem Bericht zufolge damit womöglich erst bei der nächsten regulären Aufsichtsratssitzung Ende September fallen. Eine Ablösung von Roels durch seinen Nachfolger, den Stahlunternehmer Jürgen Großmann, noch vor dem 1. November erscheint damit als unwahrscheinlich.

Roels Vertrag läuft offiziell bis Ende Januar 2008. Großmann soll aber bereits Anfang November in den RWE-Vorstand einziehen, um eine lähmende Übergangsphase zu vermeiden. "Entweder geht Roels Anfang November, oder Großmann kommt erst im Januar", zitiert das Blatt "aus dem RWE-Umfeld". Dass beide Manager den zweitgrößten deutschen Energiekonzern mit Sitz in Essen in einer Übergangszeit gemeinsam führen, gilt als ausgeschlossen.