Erdgaspipeline

Gesamtbericht zu Auswirkungen der Ostseepipeline angekündigt

Für die geplante Erdgaspipeline von Russland nach Deutschland soll bis zum Herbst ein grenzüberschreitender Umweltbericht über mögliche Auswirkungen auf die Ostsee erstellt werden. Dabei sollen unter anderem Munitionsfunde vhemischer Waffen sowie Auswirkungen auf die Fischerei untersucht werden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Stockholm (ddp.djn/sm) - Die am Genehmigungsverfahren beteiligten Behörden in Dänemark, Deutschland, Finnland, Russland und Schweden haben sich bei einem Treffen in Stockholm auf die Ausarbeitung eines grenzüberschreitenden Gesamtberichtes verständigt, wie die Projektgesellschaft Nord Stream gestern mitteilte.

Unter anderem soll ab Mai der geplante Trassenkorridor auf Munitionsfunde untersucht werden, insbesondere zwei zu kreuzende bekannte Lagerstätten für chemische Waffen östlich von Bornholm und Gotland. Darüber hinaus kündigte Nord Stream Studien über mögliche Auswirkungen auf die Fischerei an. Angeboten wurden Trainingsprogramme für spezielle Netzfischereitechniken in den Pipeline-Gebieten.

Insgesamt hatten in der ersten Planungsphase 129 Träger öffentlicher Belange aus den Anrainerstaaten Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Russland und Schweden Stellungnahmen zu dem Gasprojekt eingereicht. Nach Angaben von Nord Stream wurden bislang an 255 Stellen Wasser- und Sedimentproben genommen und analysiert. Darüber hinaus seien an über 300 Stellen Vorkommen von Plankton, Pflanzen und Fischarten untersucht worden.