Wenig Zeit!

Gerüchte verdichten sich: TXU angeblich unter Zugzwang

Wie geht es weiter bei TXU Europe? Wie heute bekannt wurde, wird ein Verkauf von Teilen des Geschäfts immer wahrscheinlicher - vielleicht ist es sogar schon zu Beginn kommender Woche soweit. Das durch den massiven Preisverfall in Großbritannien in finanzielle Not geratene Unternehmen muss handeln, um nicht insolvent zu werden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Luft wird dünner: Die angesehene Rating-Agentur Standard&Poors hält eine Insolvenz der europäischen Tochter des amerikanischen Energiekonzerns TXU nicht mehr für unwahrscheinlich, und hat die Kreditwürdigkeit des Unternehmens deshalb weiter herabgestuft. Gleichzeitig ließ das Unternehmen in dieser Woche Medienberichten zufolge einen Zahlungstermin für Zinsen auf Anleihen vertreichen. Damit wird ein Verkauf von Teilen des europäischen Energiegeschäfts immer wahrscheinlicher.

Zu Beginn dieser Woche war bekannt geworden, dass der amerikanische Großkonzern wegen massiver Probleme in Großbritannien die weitere Expansion im europäischen Energiemarkt auf Eis legen will. Kurze Zeit später war sogar ein Verkauf von Teilen des Europa-Geschäfts im Gespräch, TXU-Sprecher Christian Judge bestätigte dies in einem Telefongespräch mit dem strom magazin. Informationen der Kieler Nachrichten zufolge, sollten jedoch die deutschen Unternehmen Stadtwerke Kiel, Braunschweiger Versorgungs-AG und ares Energie-direkt GmbH nicht betroffen sein.

Jetzt scheint doch alles schneller zu gehen, als gedacht. Wie die Kieler Nachrichten heute berichten, sind die Verhandlungen mit den Interessenten schon soweit fortgeschritten, dass ein Verkauf schon zu Beginn nächster Wocher möglich sein könnte. Interessiert sind wohl die britischen Unternehmen Scottish Power, Scottish&Southern und die recht junge E.ON-Tochter Powergen.

Die prekäre Lage des Unternehmens, bringt in Deutschland zwei andere Unternehmen wieder auf den Plan. Wie die Kieler Nachrichten weiter berichten, haben in Braunschweig die Helstedter E.ON-Tochter Avacon und die EnBW erneut Interesse angemeldet. Bei der Privatisierung der Braunschweiger Versorgungs-AG im Mai dieses Jahres mussten sich beide Unternehmen der TXU geschlagen geben, weil diese 100 Millionen Euro mehr bot. Vielleicht ist einer von ihnen bald der lachende Zweite.

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