Erneuerbare weiter ausbauen

Geringerer Treibhausgasausstoß in Thüringen (Upd.)

Der Treibhausgasausstoß in Thüringen hat sich seit 1990 um rund 53 Prozent verringert. Gründe dafür waren nach Angaben des Umweltministeriums Umstrukturierungen der Wirtschaft, die Stilllegung, Umstellung und Schaffung neuer Kapazitäten für die Stromproduktion sowie die Sanierung von Gebäuden.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Erfurt (ddp-lth/sm) - Die Treibhausgasreduktion im Freistaat liege damit bereits heute weit über den Werten, die auf europäischer und nationaler Ebene für das Jahr 2020 angestrebt würden.

Beim Anteil Erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch liege Thüringen heute bereits bei über 11,8 Prozent. "Diesen Anteil wollen wir bis zum Jahr 2010 auf 15 Prozent und bis 2020 auf 25 Prozent steigern und damit einen deutlichen Beitrag zum EU-Ziel von 20 Prozent bis 2020 leisten", sagte Umweltminister Volker Sklenar (CDU) bei der Energie- und klimapolitischen Konferenz des Verbandes kommunaler Unternehmen in Erfurt. "Klimaschutz und Energieversorgung sind unauflösbar miteinander verbunden", betonte Sklenar. Thüringen brauche eine starke einheimische Energiebasis, die sich vor allem auf regenerative Energien stützen müsse.

Der Thüringer Geschäftsführer vom Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Burkhard Vogel, kritisierte, dass Thüringen heute wieder mehr Treibhausgase in die Atmosphäre puste als noch Ende der 90er Jahre. Vogel zufolge hatten sich die Treibhausgasemissionen in Thüringen vor allem in den ersten fünf Jahren nach der Wende wegen des Zusammenbruchs der Industrie drastisch reduziert. Seit Anfang 2000 sei aber wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Vogel forderte von der Landesregierung ein Klimaschutzgesetz. Mit diesem müsse sich der Freistaat verpflichten, die Treibhausgasemissionen jährlich um drei Prozent zu reduzieren.