Strom-News
Alte VerträgeDas Landgericht Lüneburg hat am Mittwoch eine Klage von Bürgern gegen Strompreiserhöhungen des Energieversorgers E.ON Avacon zurückgewiesen. Die 21 Kläger wollten erreichen, dass die vom Konzern ausgesprochenen Kündigungen ihrer alten Verträge mit den niedrigeren Preisen für nichtig erklärt und die Differenz an sie zurückgezahlt wird.
Lüneburg (ddp-nrd/red) - Die Richterin wies beide Anliegen zurück. So erklärte sie die Kündigungen für wirksam, weil das Unternehmen - wie im Übrigen auch die Kunden - laut Vertragsbedingungen ein Kündigungsrecht habe. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf eine Entscheidung in einem ähnlichen Prozess im Sommer des vergangenen Jahres, die mittlerweile vom Oberlandesgericht Celle bestätigt wurde.
Auch Ansprüche auf Rückzahlung bestehen nach Ansicht der Richterin nicht. Der Preisanstieg sei zuvor schriftlich von dem Unternehmen angekündigt worden, sagte sie zur Begründung. Zudem hätten die Abnehmer bereits Jahresabrechnungen mit den höheren Preisen bekommen. Da die Kläger diese nicht beanstandet hätten, hätten sie sich quasi damit einverstanden erklärt.
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Die Strompreise müssten nach Ansicht von Verbraucherschützern derzeit eigentlich sinken. An der Strombörse in Leipzig seien die Großhandelspreise für Strom seit 2009 im Schnitt um 40 Prozent gesunken. Bei den Verbrauchern müsste eigentlich eine deutliche Preissenkung ankommen.
Seit 1. März bieten die E.ON Bayern Vertrieb GmbH ihren Kunden ein neues Bioerdgas-Produkt an. Es soll einen überdurchschnittlich hohen aus Biomasse gewonnenen Gas-Anteil von mindestens zehn Prozent haben. Das bestätige ein vom TÜV-Nord ausgestelltes Zertifikat.
Zahlreiche Verbraucher müssen künftig für Strom tiefer in die Tasche greifen. Wie das Verbraucherportal Verivox am Montag in Heidelberg mitteilte, erhöhen im März bundesweit 51 Anbieter ihre Strompreise um durchschnittlich 5,8 Prozent. Preissenkungen gibt es hingegen kaum.
Ein Sprecher des Verbraucherportals Verivox hat in einem Interview darauf hingewiesen, dass zum 1. März bundesweit über 40 Stromanbieter ihre Preise anziehen, und zwar im Schnitt um sechs Prozent. Zum April kämen noch weitere Erhöhungen hinzu.
Die Stadtwerke Leipzig senken die Strompreise. Ab 1. April müssten Kunden im Grundversorgungs-Tarif rund 5,3 Prozent weniger zahlen, teilte der Stromanbieter am Dienstag mit. Zurückzuführen sei die Preissenkung auf eine Entscheidung der Netzagentur.Strompreise vergleichen
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