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KraftwerksbauDas Oberverwaltungsgericht Hamburg (OVG) hat am Mittwoch mit einer Eilentscheidung einen Baustopp für die Moorburgtrasse verhängt. Damit bekommt der Bund für Umwelt und Naturschutz vorläufig Recht. Vattenfall zeigte sich in einer ersten Reaktion gelassen und will das Urteil prüfen.
Hamburg (ddp/red) - Die Fernwärmetrasse vom Kraftwerk Moorburg durch den Grünzug Altona zur Pumpstation Haferweg dürfe somit vorläufig nicht gebaut werden, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit. Die Begründung des Gerichts werde für Anfang kommender Woche erwartet.
"Es durfte nicht sein, dass die Fällung von fast 400 Bäumen und eine 1,5 Kilometer lange Schneise durch öffentliche Parks ohne Planfeststellungsverfahren und Umweltverträglichkeitsprüfung genehmigt werden", sagte BUND-Landesgeschäftsführer Manfred Braasch.
Der für das im Bau befindliche Kohlekraftwerk zuständige Energieversorger Vattenfall zeigte sich nach dem Urteil gelassen. "Wir warten die Begründung des Gerichts ab und lassen die Entscheidung von unseren Juristen sorgfältig prüfen", sagte ein Unternehmenssprecher auf ddp-Anfrage. Anschließend soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.
Im Streit um die Errichtung einer Fernwärmeleitung vom Kohlekraftwerk Moorburg hatte der BUND Ende Januar Beschwerde beim OVG eingelegt. Das Verwaltungsgericht der Stadt hatte zuvor den gemeinsamen Eilantrag von BUND, Robin Wood und einer Anwohner-Initiative aus formellen Gründen zurückgewiesen. Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass dem Antragsteller als Naturschutzverband kein eigenes Klagerecht gegen die Plangenehmigung zustehe.
Aus Protest gegen das im Bau befindliche Kohlekraftwerk Moorburg besetzen Anwohner und Umweltaktivisten seit Anfang Dezember Bäume im Hamburger Gählerpark. Die Umweltschützer kritisieren, dass weder die Bürger noch Naturschutzverbände an der Planung beteiligt werden.
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