Kein Zusammenschluss

Geplante Fusion von Essent und Nuon gescheitert

Nachdem die beiden größten niederländischen Energieversorger Essent und Nuon über ein Jahr lang über eine Fusion verhandelten, ist diese nun doch gescheitert. Der Zusammenschluss wäre ein großer europäischer Energiekonzern entstanden, der auch dem Wettbewerb hierzulande neue Impulse gegeben hätte.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Wetzlar (red) - Die Verhandlungen über den Zusammenschluss sind an Differenzen über Bewertungsfragen und das Tauschverhältnis gescheitert, wie das Handelsblatt berichtet. Zwar sei bereits im Februar vereinbart worden, dass Essent zu 55 Prozent an dem neuen Unternehmen namens EnnentNuon beteiligt sein sollte, Nuon-Anteilseigner seien aber jetzt nicht mit damit einverstanden gewesen. Die beiden Konzerne wollte mit der Fusion unter zur TopTen der größten europäischen Energiekonzerne gehören und sich zugleich vor fremden Übernahmen schützen.

Sowohl der größte niederländische Versorger Essent sowie die Nummer zwei Nuon sind bereits in Deutschland aktiv. Während Nuon um Privatkunden wirbt, setzt Essent auf Großkunden und Partnerschaften mit kommunalen Versorgern. Zusammen hätten die beiden Unternehmen dem Wettbewerb hierzulande neue Impulse geben können, so das Handelsblatt weiter.

Laut der Süddeutschen Zeitung ergeben sich aus der geplatzen Fusion jedoch Chancen für deutsche Firmen. Gerade RWE könnte Experteneinschätzungen zufolge seine Stromnetze einfach mit denen der Niederländer verknüpfen, schreibt die SZ weiter. Jedoch hätten auch andere Energiekonzerne Interesse am niederländischen Markt, beispielsweise Electricite de France (EdF) sowie die belgische Electrabel.

Weiterführende Links
  • Zum kompletten Artikel der SZ
  • Zum kompletten Artikel des Handelsblattes