Erdwärme

Geozentrum Hannover bezieht Strom aus Erdwärme

In einer Tiefe von etwa 3000 Metern herrschen Temperaturen zwischen 120 und 140 Grad. Diese Tatsache soll jetzt genutzt werden, Strom aus Erdwärme zu erzeugen. Dazu wurde ein Erdwärme-Projekt gestartet.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Das Geozentrum Hannover, zu dem die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) gehört, plant, seinen Wärmebedarf künftig mit der erneuerbaren Energiequelle "Erdwärme" zu decken. Erdwärme sei auch in Deutschland im Überfluss vorhanden und nach der Wasserkraft die weltweit am stärksten genutzte regenerative Energiequelle, heißt es aus dem Geozentrum.


Die Bundesregierung will die Nutzung erneuerbarer Energiequellen künftig noch weiter ausbauen. Mit ihrem Erdwärme-Projekt "GeneSys" trägt das Geozentrum Hannover zu diesem Vorhaben bei. Am 9. April haben die Wissenschaftler in Hannover mit seismischen Erkundungen vor Ort begonnen. In einer Tiefe von etwa 3000 Metern herrschen Temperaturen zwischen 120 und 140 Grad Celsius. Die beiden Bohrungen bilden im Untergrund einen natürlichen Wärmetauscher. Heißes Wasser wird aus der einen entnommen und das abgekühlte Wasser in die andere wieder eingepresst. Der Wärmebedarf des Geozentrums von zwei Megawatt pro Jahr wird mit der Leistung der Anlage von sechs Megawatt weit übertroffen. Der Energieaufwand, um diese Erdwärme zu gewinnen, beträgt nur 250 Kilowatt. Jährlich könnten dann etwa 5000 Tonnen Erdöl ersetzt werden.