Attraktive Alternative

"Geothermische Potenzialstudie NRW" vorgestellt

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen und die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW haben gestern in Krefeld die weltweit erste flächendeckende Potenzialstudie Geothermie vorgestellt. Bauherren können nun das Erdwärmepotenzial ihres Grundstücks mit Hilfe einer nur zehn Euro teuren CD-ROM ermitteln.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Ab sofort können Bauherren in Nordrhein-Westfalen das Erdwärmepotenzial ihres Grundstückes mit Hilfe einer CD-ROM ermitteln. Der Datenträger fasst die Ergebnisse der "Geothermischen Potenzialstudie NRW" zusammen und wurde gestern nach Abschluss der zweijährigen Studie beim Geologischen Dienst Nordrhein-Westfalen präsentiert. Die Studie war vom Land Nordrhein-Westfalen und der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW beim Geologischen Dienst in Auftrag gegeben worden.

Erdwärme gilt als unerschöpfliches Reservoir an Energie, das in Deutschland bis dato allerdings nur wenig genutzt wird. Allein in Nordrhein-Westfalen kommen mehr als 70 Prozent der Landesfläche für die wirtschaftlich sinnvolle Nutzung der oberflächennahen Geothermie infrage. Diese Nutzung kann erheblich zur Reduzierung von Kohlendioxid-Emissionen beitragen.

Bauherren können mit Hilfe einer Wärmepumpe etwa die Hälfte der bisherigen Heizungskosten einsparen - und nicht zuletzt deswegen bietet das Land Nordrhein-Westfalen jetzt die weltweit erste flächendeckende Potenzialstudie Geothermie an. Die Daten sind auf einer CD-ROM verfügbar. Sie ist fast "für die Ewigkeit" gültig, denn das Erdwärmepotenzial ist äußerst konstant. "Von Aachen bis Xanten können nun alle Bauherren, Architekten, Bauplaner und Anlagenbauer unter jedem Grundstück im Land das Energiepotenzial erkennen und seine wirtschaftliche Nutzung berechnen", sagte NRW-Wirtschafts- und Energieminister Ernst Schwanhold gestern in Krefeld, wo der Silberling vorgestellt wurde.

"Das Heizen mit Erdwärme bietet trotz der zunächst notwendigen höheren Investitionen eine attraktive Alternative zu konventionellen Heizmethoden", so Projektleiterin Claudia Holl Hagemeier. In der Schweiz würden bereits 40 Prozent aller Neubauten mit einer Wärmepumpe beheizt. Nordrhein-Westfalen sei "auf einem guten Weg" und nehme schon heute bei der Erdwärmenutzung eine Vorreiterrolle in der Bundesrepublik ein.

Im Jahr 2001 wuchs der Gesamtabsatz bei Wärmepumpen in Deutschland um rund 45 Prozent. Insgesamt wurden seit 1990 mehr als 65.000 Wärmepumpen in Deutschland installiert, davon allein 12.000 in NRW.

Die CD-ROM kann ab Ende Juni beim Geologischen Dienst NRW unter der Telefon-Nummer 02151-897210 angefordert werden. Sie kostet in der normalen Version für Bauherren 10 Euro, in der speziellen Version für Baufirmen und Architekten 348 Euro.

Weiterführende Links
  • Marktführer "Wärmepumpen-Marktplatz NRW":
  • Weitere Infos zur "Geothermischen Potenzialstudie NRW" (Rubrik "Projekte"):