2500 Meter tief

Geothermie-Tiefbohrung in Aachen erfolgreich

Reibungslos und geräuscharm ist eine Geothermie-Tiefbohrung in der Aachener Innenstadt verlaufen. Durch eine Sonde im Bohrloch soll nun Wasser in einem geschlossenen System in die Tiefe gepumpt werden. Dabei heizt es sich auf etwa 85 Grad Celsius auf und gelangt mit etwa 70 Grad Celsius wieder an die Oberfläche.

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Aachen (ddp-nrw/sm) - Die Geothermie-Tiefbohrung in der Aachener Innenstadt hat die geplante Zieltiefe von 2500 Metern erreicht. Die spektakuläre Bohrung sei reibungslos und geräuscharm abgelaufen, erklärte Projektleiter Christoph Herzog am Dienstag in Aachen: "Damit wurde ein weiterer Schritt getan, um zukünftig auch Großgebäude im innerstädtischen Bereich umweltfreundlich beheizen und kühlen zu können."

Später soll durch eine Sonde im Bohrloch Wasser in einem geschlossenen System in die Tiefe gepumpt werden. Dabei heizt es sich auf etwa 85 Grad Celsius auf und gelangt mit etwa 70 Grad Celsius wieder an die Oberfläche. Dort soll es dann direkt in das Heizsystem des geplanten neuen zentralen Studiencenters "SuperC" gespeist werden.

Das seit dem Jahr 2000 geplante Projekt wird von der EU und dem Land NRW mit insgesamt 5,64 Millionen Euro gefördert. Gestartet wurde die Geothermie-Tiefbohrung am 12. Juli 2004.