Terminhinweis

Geothermie-Symposium in Bremerhaven

Wenn Erdwärme problemlos zur Gewinnung von Strom und Wärme genutzt werden könnte, hätte die Wissenschaft einen großen Beitrag für eine nachhaltige und klimafreundliche Energieerzeugung geleistet. Mit diesem Thema, das in Bremerhaven mit einem Forschungsprojekt begleitet wird, beschäftigt sich eine geothermisches Sysmposium im November.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Geothermie, d.h. die Nutzung der Erdwärme für Wärme- und Stromversorgung, kann künftig einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige und klimafreundliche Energiegewinnung leisten. So auch in Bremerhaven, wo mit dem Projekt "geotherm" völlig emissionsfrei Heizwärme gewonnen und Strom produziert werden soll. Das geothermische Forschungsprojekt soll für den gesamten norddeutschen Raum einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsweisenden, standortunabhängigen und nachhaltigen Energieversorgung leisten.

In Bremerhaven sorgt eine geologische Besonderheit in Form eines Salzstocks unter der Weser dafür, dass diese Energie aus einer Tiefe von 5500 Metern mit Hilfe einer Trägerflüssigkeit, die in einem geschlossenen System zirkuliert, an die Erdoberfläche gefördert werden kann. Erwartet werden Temperaturen um 162 Grad. Die Wärmeleitfähigkeit des Salzes soll ausreichen, um den Neubau des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven mit Wärme, Kälte und Strom zu versorgen.

Wie das Ganze umgesetzt werden soll und welche Grundlagen für die Umsetzung eines solchen Projektes notwendig sind, zeigt ein geothermisches Symposium "Erdwärme - Energieträger der Zukunft" , das am 25. November 2002 in Bremerhaven stattfindet. Unter anderem wird für das Land Bremen ein geothermischer Atlas vorgestellt, der Aufschluss darüber geben soll, welche geothermischen Potenziale im Lande vorhanden sind. Vorgestellt werden aber auch Techniken, die es möglich machen, mit Erdwärme zu heizen, zu kühlen aber auch Strom aus einer Trägerflüssigkeit mit niedrigen Temperaturen zu erzeugen.