Nach Erdbeben

Geothermie: Kraftwerk läuft weiter auf Probe

Der Probebetrieb für das Geothermie-Kraftwerk in Landau ist um weitere drei Monate verlängert worden. Es gelten auch weiterhin strenge Zusatzauflagen für den Betrieb des Kraftwerkes. Nach leichten Erdbeben in der Region waren diese verhängt worden, da man vermutete, die Erdstöße könnten mit den Bohrungen zusammenhängen.

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Mainz/Landau (ddp/red) - Das Landesamt für Bergbau und Geologie (LGB) behalte sich außerdem weiterhin vor, die Zulassung wieder zurückziehen, wenn es erneut zu sicherheitsrelevanten Schäden oder "seismischen Ereignissen" komme, sagte Wirtschaftssekretär Alexander Schweitzer (SPD). Die Sicherheit der Menschen stehe an oberster Stelle.

Kraftwerk möglicherweise für Erdstöße verantwortlich

Im August und im September 2009 hatte es in der Region Landau leichte Erdbeben der Stärke 2,9 und 2,5 gegeben. Obwohl das 2007 in Betrieb gegangene Geothermiewerk zu diesem Zeitpunkt nicht in Betrieb war, gibt es Hinweise darauf, dass die Bohrungen nach Erdwärme zur Energiegewinnung mit den Erdstößen in Verbindung stehen könnten. Deshalb ging das Kraftwerk zunächst nicht wie geplant im Oktober vergangenen Jahres in den Regelbetrieb, sondern erhielt nur die Zulassung für einen verlängerten Probebetrieb bei verschärften Auflagen.

Härtere Auflagen für Weiterbetrieb

Zu den verschärften Auflagen gehört unter anderem die Einrichtung eines zusätzlichen Messnetzes zur ständigen Überwachung der Schwingungen an der Erdoberfläche. Außerdem wird bei dem weiteren Probebetrieb der zulässige Betriebsdruck auf 45 Bar begrenzt. Darüber hinaus musste die Haftpflichtversicherung der Betreiber auf eine Mindestdeckungssumme von 50 Millionen Euro erhöht werden.