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11.07.2011, 14:30 Uhr

Strom-News

Regenerativ

Geothermie: Förderpläne für Erdwärme umstritten

Das überarbeitete Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht eine stärkere Förderung von Geothermie-Anlagen vor. Diese sollen einen einheitlichen Zuschuss bekommen. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob die Erdwärme-Anlagen auch Abwärme nutzen – ein Beschluss, der für Kritik sorgt.

Berlin (dapd/red) – Es ist beschlossene Sache: Das überarbeitete EEG wurde im Bundesrat durchgewinkt. Im Zusammenhang mit dem beschlossenen Atomausstieg soll nun der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2020 auf mindestens 35 Prozent ansteigen. Die Regierung sieht dabei die stärkere Förderung von Windparks auf hoher See, Wasserkraft, vor allem aber auch die Förderung von Geothermie - also die Gewinnung von Strom aus Erdwärme - vor.

Förderungspläne nicht unumstritten

Ein kommerzielles Geothermie-Kraftwerk soll ab 2012 in Niedersachsen entstehen. In Munster in der Heide will man in der Tiefe nach heißem Solewasser bohren. Vor Ort hofft man, dass sich dieses in ausreichender Menge finden lässt.Geothermik (Foto / Abb.: Giordano Aita / Fotolia.com) Ausreichend, das bedeutet in diesem Fall Mengen, die den Betrieb des Kraftwerkes wirtschaftlich rentabel werden lassen. Gerade bei den Erdwärme-Kraftwerken könnte es aber ein Problem geben, denn laut dem novellierten EEG sollen die Kraftwerke auch dann die maximale Förderung erhalten, wenn sie die entstehende Restwärme ungenutzt lassen.

Bereits im Mai hatte der Bundesverband Bürgerinitiativen Tiefe Geothermie die Bundesregierung in einem öffentlichen Brief darauf hingewiesen, dass die generelle und einheitliche finanzielle Förderung dazu führen könne, dass sich die Investoren bei der Planung eben nur noch auf die Stromerzeugung konzentrieren.

Möglicherweise negative Energiebilanz

Die Energiebilanz der Kraftwerke würde dadurch miserabel, denn kaum 10 Prozent der Wärme würden sich in Storm umwandeln lassen. Nutzten die Kraftwerke die Restwärme nicht, würden 90 Prozent der geförderten Energie verpuffen. Diese würde in die Atmosphäre gelangen. Hinzu verursachten die für die Stromgewinnung notwendigen Pumpen und Lüfter nicht nur jede Menge Lärm, sondern würden zudem auch viel Eigenstrom verbrauchen, der aus Kostengründen vermutlich aus Quellen bezogen würde die auf Kernenergie setzen.

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