"Feste Größe der Energiepolitik"

Geothermie-Flächen in Bayern zu drei Vierteln vergeben

Wie der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) mitteilt, sind im Freistaat bisher insgesamt 73 Erlaubnisse zur Aufsuchung von Geothermie erteilt worden. Neun weitere Anträge sind in Bearbeitung. "Damit sind über 75 Prozent der für die Geothermie geeigneten Flächen bereits vergeben", so Huber.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Wenn die nun anstehenden Erkundungsbohrungen erfolgreich sind, würde nach heutigem Kenntnisstand ein geothermisches Potential von etwa 3.500 Megawatt Wärmeleistung und zusätzlich, bei den dafür geeigneten Projekten, etwa 500 Megawatt elektrischer Leistung erschlossen.

In Bayern liegen die ergiebigsten Geothermievorkommen südlich der Donau bis zum Alpenrand in den Schichten des Malmkarsts. Die im Freistaat bereits verwirklichten Projekte steuern zwei Drittel zu der heute in Deutschland erschlossenen Geothermieleistung bei. "Die Geothermie entwickelt sich zunehmend zu einer festen Größe in der bayerischen Energiepolitik", betont Minister Huber. Die Geothermie leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch sei mit rund acht Prozent doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Durch die Entwicklung der Geothermie werde dieser Anteil weiter steigen.

Das bayerische Wirtschaftsministerium hat mit dem Geothermieatlas Bayern geowissenschaftliche Grundlagen für Planer und Vorhabensträger bereitgestellt. Mit der dazu weiterhin aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums finanzierten Forschung soll die Planungs- und Investitionssicherheit der Projektträger weiter verbessert werden.

Weiterführende Links
  • Der bayerische Geothermieatlas online (hier klicken)