In Bruchsal

Geothermie: EnBW fördert Erdwärmekraftwerk

Mit drei Millionen Euro fördert die EnBW die Fertigstellung eines Erdwärmekraftwerks in Bruchsal sowie die Installation von Erdwärme-Heizungen in Ein- und Zweifamilienhäusern. Das gab das Unternehmen gestern bekannt. Geothermie sei ein wichtiger Baustein, hieß es von Seiten der Landesregierung.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Karlsruhe (red) - Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG wird in Baden-Württemberg die Nutzung der Geothermie mit insgesamt drei Millionen Euro unterstützen. Nachdem die EnBW bereits im April dieses Jahres ihre grundsätzliche Förderung zugesagt hatte, entschieden die Verantwortlichen nun, wofür die Fördermittel eingesetzt werden.

Zwei Millionen Euro werden in die Fertigstellung des Erdwärmekraftwerks in Bruchsal fließen und mit einer weiteren Million Euro wird die Installation von Erdwärmesonden in Verbindung mit Wärmepumpen zum Heizen von Ein- und Zweifamilienhäusern gefördert. "Mit diesen Fördermitteln erhalten rund 500 weitere private Haushalte die Möglichkeit, mit Erdwärme umweltfreundlich zu heizen", erklärte der Vorstandsvorsitzende der EnBW, Professor Dr. Utz Claassen.

"Die Erdwärmenutzung ist ein wichtiger Baustein, um die von der Landesregierung geplante Verdoppelung des Anteils erneuerbarer Energie an der Stromerzeugung zu schaffen", ergänzte Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther H. Oettinger. Geothermie produziere Strom und Wärme ohne Freisetzung von Kohlendioxid und könne außerdem Verbrauchsenergie anders als Energie aus Wind und Sonne zu jeder Tages- und Nachtzeit und unabhängig von Witterung und Jahreszeiten liefern.

Die Unterstützung der EnBW ermöglicht nun die Beendigung des Bruchsaler Geothermieprojekts, das 1983 im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts von Europäischer Union, dem Bund, dem Land Baden-Württemberg sowie der Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH (ewb) ins Leben gerufen worden war. "Die Zirkulation zwischen den beiden Bohrungen läuft seit sieben Wochen ohne Probleme. Wenn jetzt in eine Stromerzeugungsanlage und Heizzentrale investiert wird, erzeugen wir elektrische Energie für knapp 1000 Haushalte und verringern den Kohlendioxid-Ausstoß um 1,5 Millionen Kilogramm pro Jahr", erläuterte Bruchsals Oberbürgermeister.