Sachsen

Geothermie-Atlas zeigt Möglichkeiten der Erdwärme-Nutzung

Sachsen möchte Erdwärme noch stärker nutzen. Umweltminister Frank Kupfer schaltete dazu den neuen sächsischen Geothermieatlas im Internet frei. Der Atlas enthält geothermische Karten, die es erlauben eine einfache und schnelle Abschätzung des Aufwands der Nutzung von Erdwärme durchzuführen.

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Dresden (red) - Der sächsische Geothermiealtas wurde zur Unterstützung der umweltfreundlichen Erdenergie entwickelt und beherbergt zurzeit rund fünf Karten für die Gebiete aus der Region Mittelsachen. Da die Nutzung von Erdwärmeanlagen in Sachsen zunehmend an Bedeutung gewinnt, soll der Atlas in einem weiteren Schritt um die sächsischen Ballungsräume erweitert werden. Aus geologischer Sicht zeigen die geothermischen Karten, dass eine oberflächennahe Geothermie fast überall in Sachsen nutzbar sei.

"Erdwärme steht im Gegensatz zu den meisten anderen regenerativen Energieträgern rund um die Uhr und unabhängig von Jahreszeit und Wetter zur Verfügung", so der Umweltminister. "Allerdings wird derzeit erst ein Prozent der sächsischen Heizungsanlagen mit Erdwärme betrieben". Rund 6.500 Erdwärmesondenanlagen sollen Ende 2008 in Sachen gearbeitet haben.