Pro Wettbewerb

GEODE fordert Regulierer zur Prüfung der Marktgebiete auf

Der Verband der unabhängigen Strom- und Gasverteilerunternehmen (GEODE) begrüßt die von der Bundesnetzagentur angekündigte Reduzierung der Anzahl der Marktgebiete von derzeit 14 auf insgesamt 8 zum Oktober als einen "guten Schritt in die richtige Richtung".

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Grund zum Feiern besteht bei 8 Marktgebieten aber noch nicht", ist sich GEODE-Präsident Christian Held sicher. Wichtiger noch als die reine Reduzierung der Anzahl der Marktgebiete sei eine Untersagung der Marktgebiete, in denen keinerlei nennenswerte Handelsaktivitäten stattfinden. "Jede Marktgebietsunterteilung steht der Schaffung eines liquiden Handelsmarktes entgegen und verhindert somit den Wettbewerb und damit letztlich auch günstigere Energiepreise", so Held. Schon jetzt sei sehr deutlich erkennbar, dass nennenswerte Handelsaktivitäten lediglich in den Marktgebieten E.ON Gastransport sowie BEB zu verzeichnen sind.

Der Verband fordert deshalb, dass die Kleinteiligkeit der Marktgebietslandschaft ein schnelles Ende finden muss. "Es kann nicht sein, dass ein gesetzeswidriger Zustand auf die nächsten Jahre hin faktisch festgeschrieben werden soll. Die Bundesnetzagentur darf sich nicht ausschließlich auf freiwillige Zusagen durch die Netzbetreiber verlassen, sondern muss die Marktgebietsbildungen endlich prüfen und gegebenenfalls Zusammenlegungen verbindlich anordnen."

Zumindest ist nach Ansicht der GEODE der Aufwand bei der Durchführung von marktgebietsüberschreitenden Transporten deutlich zu reduzieren. Marktgebietsübergreifende Kapazitätsbuchungssysteme sowie übergreifende Bilanz- und Ausgleichsmöglichkeiten für Händler müssten verpflichtend angeboten werden. Der Verband hatte sich bereits in der Vergangenheit wiederholt für die Schaffung eines bundesweiten Marktgebiets eingesetzt und die Einführung des Zweivertragsmodells konzeptionell vorangetrieben.