Sparmaßnahme

Gehaltskürzungen bei RWE: Gespräche ohne Ergebnis verschoben

RWE plant wegen der gesunkenen Großhandelspreise deutliche Gehaltskürzungen für die Mitarbeiter. Die Gespräche dazu mit der Gewerkschaft IGBCE wurden am Dienstag erfolglos verschoben. RWE ist nicht der einzige Stromanbieter, der Einkommenskürzungen plant.

RWE

Essen (dpa/red) - Beim Energieriesen RWE sind am Dienstag Gespräche über eine spürbare Gehaltskürzung für die Mitarbeiter der Stromerzeugung ergebnislos vertagt worden. Die Stimmung sei "angespannt" gewesen, berichtete ein Sprecher der Gewerkschaft IGBCE. Das Unternehmen wollte sich zu Inhalten des Treffens nicht äußern. Am 4. und 5. Juli wollen die Parteien erneut zusammenkommen.

Auch bei Eon stehen Gehaltskürzungen an

In der RWE-Stromerzeugung in Kraftwerken und im Braunkohletagebau arbeiten nach Unternehmensangaben rund 14.000 Menschen. Kürzungspläne gibt es laut IGBCE auch beim großen RWE-Konkurrenten, der ausgegliederten Eon-Kraftwerkstochter Uniper. Dort stünden am 24. Juni in Hannover Gespräche über tarifvertragliche Kürzungen an.

IGBCE: Kein Weihnachtsgeld oder vermögenswirksame Leistungen

Angesichts dramatisch gefallener Großhandelspreise wollen die Konzerne laut Gewerkschaft die Einkommen spürbar reduzieren. Nach einem Flugblatt der IGBCE möchte RWE in der Erzeugung Zulagen kürzen und fordert unter anderem Änderungen der Arbeitszeit, den Wegfall von Weihnachtsgeld und vermögenswirksamen Leistungen. Die Gewerkschaft beziffert das Gesamtvolumen der Einbußen auf rund ein Viertel des bisherigen Einkommens.

Für den Gewerkschaftsbund ist der Fall klar: Die Verzugspauschale kann und sollte eingefordert werden. Sie dürfte sich positiv auf die Zahlungsmoral der Arbeitgeber auswirken, heißt es.

Quelle: DPA