Code of Conduct

Gehalts-Affären: RWE will Verhaltenskodex dieses Jahr beschließen

Noch im dritten Quartal dieses Jahres will RWE als Konsequenz aus der Gehaltsaffäre einen Verhaltenskodex einführen. Diesen sogenannten "Code of Conduct" erarbeitet derzeit eine fünfköpfige ehrenamtliche Kommission, deren Vorsitz der ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof übernommen hat.

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Essen (ddp-nrw/sm) - Der Essener RWE-Konzern will seinen Verhaltenskodex - den so genannten "Code of Conduct" - noch im dritten Quartal dieses Jahres verabschieden. Wie RWE am Freitag mitteilte, hat die Kommission zur Entwicklung unternehmensweit gültiger Verhaltensregeln Anfang Februar ihre Arbeit aufgenommen.

Den Vorsitz des fünfköpfigen Gremiums hat der ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof übernommen. Weitere Mitglieder sind unter anderem der Soziologe Ralf Dahrendorf und der BASF-Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Strube.

Der RWE-Konzern zieht mit der Einrichtung der Kommission Konsequenzen aus den Gehalts-Affären um die beiden CDU-Politiker Laurenz Meyer und Hermann-Josef Arentz. "Die Ergebnisse dieser Kommissionsarbeit werden die künftige Arbeitsweise und das Verständnis von RWE in hohem Maße prägen. Besonders wichtig ist, dass die Regeln der kulturellen Vielfalt unseres nationalen und internationalen Geschäfts gerecht werden. Der Kodex soll für den gesamten Konzern gelten", sagte RWE-Chef Harry Roels.

Wie es weiter hieß, wird die Kommission eng mit dem Vorstandsvorsitzenden Roels zusammenarbeiten. Alle Kommissionsmitglieder sind ehrenamtlich tätig.