Forschungslabor

Gefährlicher Unfall: Plutonium in Labor der IAEA entwichen

In einem Forschungslabor der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA ist am Wochenende bei einem Unfall in einem Labor der hochgiftige Stoff Plutonium entwichen. Medienberichten zufolge seien weder Menschen noch Umwelt verstrahlt worden. Doch es sei schon länger bekannt, dass das Labor altersschwach ist.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Wien (red) - Der Zwischenfall habe sich in der Nacht zum Sonntag gegen 2.30 in einem Labor der IAEA nahe Wien ereignet. Eine der im Labor gelagerten Proben sei geplatzt, wodurch geringe Mengen des radioaktiven Stoffes freigesetzt wurden.

Zu dem Zeitpunkt hat sich niemand im Labor aufgehalten, aufgrund der ständigen Überwachung der Luft wurde jedoch sofort automatischer Alarm ausgelöst. Die Flasche war in einem Tresor verschlossen gewesen, es sei auszuschließen, dass ein Dritter an dem Vorfall beteiligt gewesen sei.

Probleme waren bekannt

Wie Spiegel Online berichtet, sei bereits seit längerer Zeit bekannt, dass das Labor altersschwach ist, jedoch hätten die Mitgliedsstaaten der Atomenergiebehörde nicht das nötige Geld bereitstellen wollen. Noch in diesem Jahr soll ein Beratergremium ermitteln, wie viel Geld für das Labor nötig wäre.