In Brandenburg

"Geerntete" Holzmenge für Bioenergie hat sich verdoppelt

250 000 Kubikmeter Holz wurde im vergangenen Jahr in Brandenburg für die energetische Nutzung geschlagen, das war doppelt so viel wie 1995. Wie Agrar- und Umweltstaatssekretär Dietmar Schulze sagte, werde der Biomasse aus Land- und Forstwirtschaft das größte Wachstum zugeschrieben.

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Eberswalde (ddp-lbg/sm) - In den vergangenen zehn Jahren hat sich in Brandenburg die Menge des für die energetische Nutzung geschlagenen Holzes verdoppelt. 2005 seien es mehr als 250 000 Kubikmeter gewesen, die Tendenz sei rasant steigend, sagte Agrar- und Umweltstaatssekretär Dietmar Schulze auf einer zweitägigen Tagung der Landesforstverwaltung in Eberswalde zur Nutzung grüner Energie in Brandenburg.

Der Biomasse aus der Land- und Forstwirtschaft werde für die Zukunft das größte Wachstum zugeschrieben, erklärte er. Bei einem verstärkten Ausbau der Bioenergie könnten 2030 bundesweit 16 Prozent des Stroms, zehn Prozent der Wärme und 12 Prozent des Kraftstoffs in Deutschland erzeugt werden. Bei einer positiven Marktentwicklung könnten alleine durch die Bioenergie bis zu diesem Zeitpunkt rund 150 000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

In den märkischen Wäldern wachsen den Angaben nach jährlich 5,5 Millionen Kubikmeter Holz nach. Davon werden jedoch nur etwa zwei Millionen Kubikmeter genutzt. Im Privatwald werden auf etwa der Hälfte der Brandenburger Waldfläche 40 Prozent des maximal nutzbaren Holzvorrates geerntet.