Zögern kostet bares Geld

Gebäudedämmung: Besser jetzt als später

Die anhaltende Verteuerung von Strom, Erdgas und Heizöl macht vor allem den Bewohnern unsanierter Altbauten zu schaffen. Wer in einem schlecht gedämmten Haus wohnt, sollte sich bald zu einer umfassenden Modernisierung entschließen, rät der Verbandes Holzfaser Dämmstoffe e.V. (VHD).

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Wuppertal (red) - Bei den meisten älteren Gebäuden gebe es erfahrungsgemäß zahlreiche Wärmebrücken, über die unnötig viel Raumwärme entweicht. Im Winter machen sich diese Energieschlupflöcher auch im Portemonnaie bemerkbar, da sie automatisch zu einem Mehrbedarf an Brennstoffen führen, so VHD-Geschäftsführer Tobias Wiegand. Vorausschauende Hauseigentümer seien deshalb gut beraten, von einem Fachbetrieb einen Energie-Check durchführen zu lassen. Am Ergebnis sieht man schwarz auf weiß, was es an der Gebäudehülle sowie an der Heizungsanlage zu verbessern gilt.

Die Höhe der Instandsetzungskosten hänge vornehmlich vom Alter und Zustand des Gebäudes ab. Am teuersten käme es auf lange Sicht, Energie einfach weiter zu verheizen wie bisher. Selbst wenn die Brennstoffpreise künftig um nur fünf Prozent pro Jahr anziehen würden, zahlen die Bewohner eines unsanierten, schlecht gedämmten Hauses ganz erheblich drauf. Laut Berechnungen der dena verbrauche ein in den 1970er Jahren erbautes Haus mit 150 Quadratmeter Wohnfläche in den nächsten zehn Jahren rund 41.000 Euro an Heizkosten. Werden die erforderlichen Energiespar- und Dämmmaßnahmen ergriffen, müsse der Eigentümer im Vergleichszeitraum lediglich 8.000 Euro fürs Heizen aufbringen.

"An den Energieausgaben kann jeder Hausbesitzer kräftig sparen. Eine Voraussetzung dafür ist, dass marode Fassaden älterer Häuser fachmännisch gedichtet und gedämmt werden, so dass künftig so gut wie gar keine Raumwärme mehr ungenutzt entweicht", fasst Wiegand zusammen. Für Modernisierungswillige stellt die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (www.kfw.de) Darlehen zu besonders günstigen Konditionen bereit.

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