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GaspreiseDer Vorstandsvorsitzende des weltgrößten Gasunternehmens Gazprom, Alexej Miller, hat sich über den schweren Zugang zum deutschen Energiemarkt beklagt. Es sei "sicher", dass die Deutschen niedrigere Gaspreise zahlen müssten, wenn der Konzern die deutschen Endkunden direkt beliefern könnte.
Hamburg (dapd/red) - Das sagte Miller dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" laut einer Vorabmeldung. Er betonte, dass der Gazprom-Anteil am Endpreis "niemals höher als 50 Prozent ist".
Der deutsche Energiekonzern E.ON hat monatelang mit Gazprom über die Senkung des Einkaufspreises verhandelt. Dazu erklärte Miller: "Wir lieben und respektieren unsere Kunden. Aber es geht ihnen nicht um den Preis für den Endverbraucher, sondern um ihren eigenen Gewinn. Natürlich will keiner, dass die eigene Marge schrumpft."
Miller verteidigte die Bindung der Gaspreise an den Ölpreis und prognostizierte, dass der Gaspreis langfristig steigen werde. "Gas wird in der Zukunft weit stärker auch als synthetischer, flüssiger Treibstoff gebraucht werden", sagte Miller.
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Für die Lebenshaltung mussten die Deutschen im Dezember mehr bezahlen als in jedem anderen Monat des Jahres. Das lag vor allem an den deutlich gestiegenen Energiepreisen. Alleine Heizöl wurde im Jahresverlauf um fast 30 Prozent teurer, Strom um knapp vier Prozent - lediglich die Gaspreise sind etwas gesunken.
Nahezu jeder zweite Haushalt könnte nach Einschätzung des Präsidenten der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, jährlich bis zu 300 Euro beim Wechsel seines Stromanbieters sparen. Auch beim Gasanbieterwechsel, der noch nicht so im Fokus der Verbraucher sei, gebe es deutliche Einsparpotenziale.
Im Streit zwischen dem Bundesverband der Verbraucherzentralen und der swb AG um angeblich zu hohe Gaspreise fand am Freitag die mündliche Verhandlung statt. Laut einem Gerichtssprecher schätzt das Bremer Landgericht zumindest die Preiserhöhung von 2006 als rechtmäßig ein.
Zum Jahreswechsel erhöhen wieder einige Anbieter die Gaspreise. Andere jedoch können ihr Angebot günstiger machen. Das liegt vor allem an der unterschiedlichen Beschaffungsstrategie. Während einige an alte Verträge gebunden sind, können andere die günstigen Bedingungen auf dem freien Markt nutzen.
Eon Ruhrgas hat seine Anteile am russischen Energieriesen Gazprom verkauft. Bis dahin war das Unternehmen der größte ausländische Aktionär. Zuletzt hatte E.ON Ruhrgas seinen Gazprom-Anteil bereits von 6,5 Prozent auf 3,5 Prozent reduziert. An der Partnerschaft mit Gazprom werde der Verkauf aber nichts ändern, so Eon.Strompreise vergleichen
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