Planungsunsicherheit

Gazprom will sich mit Investitionen in Deutschland zurückhalten

Der weltweit größte Gaskonzern Gazprom will sich mit Investitionen in den deutschen Endkundenmarkt zunächst zurückhalten. Hintergrund seien die Unsicherheiten wegen der Energieregulierung und der von der EU-Kommission angestrebten Entflechtung der Unternehmen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp.djn/sm) - Gazprom sei jedoch grundsätzlich weiter daran interessiert, seine Marktposition in den lukrativen Endkunden-Gasmärkten in Westeuropa weiter auszubauen, erläuterte der Geschäftsführer der Deutschland-Tochter des russischen Konzerns, Gazprom Germania, Hans-Joachim Gornig. Es sei kein Geheimnis, dass Gazprom bestrebt sei, die komplette Wertschöpfungskette im Erdgasgeschäft abzudecken.

Zu den geplanten zwei Gaskraftwerken, an denen sich Gazprom in Deutschland beteiligen will, gibt es nach Gornigs Angaben noch keine konkreten Investitionsentscheidungen. Der Konzern will zusammen mit E.ON in Lubmin an der Ostsee ein 1200-Megawatt-Kraftwerk bauen, das 2011 ans Netz gehen könnte. Und in Eisenhüttenstadt plant Gazprom bis 2012 zusammen mit ArcelorMittal und der luxemburgischen Soteg ein Kraftwerk mit einer Leistung von 800 Megawatt.