Bei Greifswald

Gazprom will angeblich Mehrheit an deutschem Kraftwerk

Offensichtlich forciert der russische Energieriese Gazprom den Einstieg in den deutschen Endkundenmarkt: Wie "Die Welt" heute berichtet, wollen sich die Russen an dem von dem vom Kraftwerksentwickler Concord Power geplanten Gas- und Dampfkraftwerk Lubmin bei Greifswald beteiligen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp.djn/sm) - Der russische Energiekonzern Gazprom will sich offenbar auf dem deutschen Strommarkt engagieren. Er verhandele über eine Mehrheitsbeteiligung an dem vom Kraftwerksentwickler Concord Power geplanten Gas- und Dampfkraftwerk Lubmin bei Greifswald, meldet die Tageszeitung "Die Welt". Gazprom plane mit diesem Schritt seinen Einstieg in das Endkundengeschäft in Deutschland.

Concord bestätigte nach Angaben der "Welt", mit "einem Investor aus der Russischen Föderation" zu verhandeln. Dabei sei auch eine Mehrheitsbeteiligung denkbar. Der Concord-Sprecher habe allerdings weder dementiert noch bestätigt, dass es sich dabei um Gazprom handele.

Das russische Unternehmen selber wollte nach "Welt"-Angaben ebenfalls keinen Kommentar abgeben. Gazprom ist der größte Erdgasproduzent der Welt und entwickelt sich zu einem Energiekonzern, der auch im Erdgas- und Stromgeschäft aktiv ist.