Neue Wege

Gazprom: Image-Kampagne für den Westen

Der russische Gaskonzern Gazprom will sein Image im Westen offenbar aufpolieren. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, hat der russische Energieversorger die PR-Firma PBN Company des Amerikaners Peter Necarsulmer mit einer groß angelegten Kampagne beauftragt.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp/sm) - Ziel sei es, gute Stimmung für Gazprom in den USA und Europa zu schaffen. Die Preiskriege mit der Ukraine und Weißrussland hätten dem Ansehen des Konzerns schwer geschadet. Offiziell habe Gazprom die PR-Kampagne noch nicht bestätigt.

Vor allem die Zuverlässigkeit des russischen Unternehmens sei in den vergangenen Monaten stark bezweifelt worden. Als nun auch noch mehrere westliche Spitzenpolitiker wie etwa Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Zuverlässigkeit von Gazprom in Frage gestellt hätten, hätten die Alarmglocken in der Moskauer Konzernzentrale geläutet. Gazprom wolle sich die Kampagne elf Millionen US-Dollar (rund 8,5 Millionen Euro) kosten lassen. Bislang habe Gazprom versucht, sein Image über Sponsoring aufzubessern. So zahle der russische Energiekonzern als Sponsor des deutschen Fußball-Erstligisten FC Schalke 04 bis zu 125 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren.

Im vergangenen Jahr hat Gazprom nach eigenen Angaben rund 2,2 Billionen Russische Rubel (rund 64,8 Milliarden Euro) umgesetzt, 17,2 Milliarden Rubel (500 Millionen Euro) mehr als noch im September erwartet. Im laufenden Jahr erwarte Gazprom einen Umsatz von rund 2,57 Billionen Rubel (rund 74,7 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen am Dienstag in Moskau mit.