An Gesprächen beteiligen

Gazprom bewertet EU-Pläne zur Energiemarktentflechtung skeptisch

Der russische Energiekonzern Gazprom beurteilt die Pläne der EU zur Entflechtung des Energiemarktes skeptisch. "Wir werden uns konstruktiv in die Gespräche mit den zuständigen EU-Stellen einbringen um sicherzustellen, dass unsere Meinung gehört wird", sagte der stellvertretende Vorstandschef Alexander Medvedev.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (ddp/smee) - Auf diese Weise wolle Gazprom versuchen, Klarheit zu einigen wichtigen Themen zu erhalten, so Medvedev gegenüber der "Leipziger Volkszeitung".

Medvedev sagte dem Bericht zufolge, nach bisheriger Prüfung durch die EU-Vorschläge könnten durchaus Gefahren für den russischen Exporteur entstehen. "Wir hoffen, dass diese Maßnahmen nicht gegen Gazprom gerichtet sind", sagte er. Das Unternehmen sei zum Dialog mit der Europäischen Union bereit und hoffe, dass "unsere Meinung und unsere Empfehlungen Gehör finden".

Eine Aufstockung der Anteile am Leipziger Unternehmen Verbundnetz Gas (VNG) schloss Medvedev aus. Verhandlungen über den Erwerb der Anteile des Hauptaktionärs EWE würden im Moment nicht geführt. "Aber wir pflegen einen guten Kontakt zum Management des Hauptaktionärs von VNG", sagte Medvedev. Gazprom hält momentan 5,26 Prozent, der Oldenburger Energieversorger EWE 47,9 Prozent der Anteile an VNG.