Absatzkanäle vergrößern

Gazprom baut Pipeline nach Südeuropa

Der russische Gasriese Gazprom will in den kommenden fünf Jahren auch Südeuropa direkt mit Erdgas versorgen. Dazu soll die zwischen Russland und der Türkei geplante "Schwarzmeer-Pipeline" verlängert und die Länder Serbien, Kroatien und Italien mit eingebunden werden. Das kostet zusätzlich fünf Milliarden Euro.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Moskau (red) - Einem Bericht des Handelsblatts zufolge, will der russische Gaskonzern Gazprom Süd- und Osteuropa mit einer neuen Pipeline an sein Gasnetz anbinden. Das fünf Milliarden Euro teure Projekt, in das die geplante Schwarzmeer-Gaspipeline zwischen Russland und der Türkei eingebunden werden soll, trägt den Arbeitstitel "South European Gaspipeline" (SEGP) und hat laut "Handelsblatt" zum Ziel, in spätestens fünf Jahren die Länder der Region (Serbien, Kroatien, Italien) direkt mit Gas aus Russland und anderen Förderstaaten beliefern.

Der Pipelineplan, mit dem Gasprom seine Absatzkanäle vergrößern und sein Verkaufsvolumen steigern will, ähnelt der mit E.ON und BASF geplanten Ostsee-Pipeline. Wie es in dem Bericht weiter heißt, wollen sich die Russen zusätzlich an einer Pipeline beteiligen, die die Niederlande mit Großbritannien verbindet..

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